Freiheit und Liebe

Cordula – Powerfrau durch und durch

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Hallo,
Mein Name ist Cordula Steffen.
Ich bin heute, im Jahr 2020, 49 Jahre alt.
Meine Familie besteht hauptsächlich aus meinen beiden erwachsenen Kindern, eine Tochter und ein Sohn, meiner Oma, Mutter, Onkel und Tante.
Und meiner geliebten Katze Cleo.

Ich bin geboren in Berlin, aufgewachsen bei München und lebe nun schon seit mehr als 20 Jahren in Ulm.

Nun, es wäre zuviel und zu langweilig alle Stationen meines bisherigen Lebens aufzuzählen.
Ich versuche eine „innere Biographie“ zu schreiben, um zu verstehen, was mich geprägt hat,
was ich daraus gemacht habe und was ich weiter geben kann aus meinen Erfahrungen.

Meine Geschichte

Ich bin recht konventionell aufgewachsen.
Erst sehr viel später mit über 40 habe ich verstanden wie bedeutend es ist, dass mein leiblicher Vater mich und meine Mutter sehr früh im Stich gelassen hat.

Meine Mutter war bemüht, aber grundsätzlich überfordert mit allem!
So habe ich gelernt, als graues angepasstes Mäuschen zu überleben.
Gottseidank gab es noch meine Oma.
Sie konnte mir das Gefühl geben, willkommen zu sein.
Und so habe ich gute Noten geschrieben, ein tolles Abitur gemacht und war zugleich sehr
verzweifelt.

Freiheit beginnt im Kopf

Bei einem Orientierungsjahr weit weg von zuhause lernte ich dann Anthroposophie kennen.
Das waren sehr viele Inhalte, aber auch menschlich bedeutsame Begegnungen.
Mein Leben bekam dadurch für mich eine neue Richtung und einen Sinn.

Ich brauchte Zeit, meine inneren Widerstände zu überwinden und studierte dann Eurythmie
eine Bewegungskunst, also eine Verbindung von Sprache, Musik und Bewegung in Den
Haag.

Das war viel schwieriger als gedacht, aber ich habe es durchgezogen.
Danach kam – statt einer Bühnenkarriere, wie ich es im Kopf hatte – der Mann, den ich
heiratete und mit dem ich meine zwei Kinder bekam.

Und ich war so glücklich damit!
Nun war ich in Ulm gelandet. Und aufgrund meiner Kinder begann ich 2004 mit der Kindertagespflege.

Doch manchmal kommt alles ganz anders …

Nach 16 Jahren kam die einvernehmliche Scheidung, denn es passte nicht mehr.
Ich wollte noch was anderes als Kinder bekommen und den Haushalt machen.
Die Trennung war sehr hart!
Mit 41 Jahren stand ich da, ohne Mann, ohne echtes Einkommen und zwei Kinder, 15 und 11 Jahre alt.

Wie sollte es weiter gehen?

Freiheit leben

Und wie es so oft geht im Leben, brachte diese große Krise enorm viel Positives hervor.
Ich probierte Dinge aus, hatte neue Beziehungen, schlug mich durch, lernte Neues.
Vor allem aber lernte ich Stück für Stück, das Leben zu meinem eigenen zu machen und es zu
genießen.

Leute auf der Straße, die mich nur so vom Sehen kannten, sagten anerkennend:
„Ohh, Du hast Dich aber verändert!“
Seitdem sind 8 Jahre vergangen.

Wo stehe ich heute?

Ich habe eine sehr gut laufende Kindertagespflegestelle, verdiene genug, habe Spaß an der
Arbeit, gebe Kurse, mache Beratungen und betreibe noch dazu ein wunderschönes
Care & Wellness Studio.
Das ist einfach mega!

Was Freiheit für mich bedeutet

Was bedeutet nun Freiheit und wie wird man mit Hindernissen fertig?
Also, das ist sicherlich sehr individuell, ich spreche von meiner Erfahrung und hoffe, dass es
Dir etwas geben kann.
Ich glaube, Freiheit wird häufig zu äußerlich gesehen. Dass man bestimmte Dinge haben
müsste wie Geld, toller Beruf, ein schöner Lebensort usw.
Aber so ist es nicht! Freiheit ist vor allem ein Gefühl.

Wie Freiheit gelingt

Wie entsteht dieses Gefühl der Freiheit?
Wir sind ja durch vieles fest gelegt, geprägt: die körperliche Verfassung, die Familie, die
Erziehung, die gesellschaftlichen Normen usw. usw.

Es ist also vor allem wichtig, das Gefühl, von außen bestimmt zu werden, zu durchbrechen.
Dabei hilft es, das Vorgegebene zu hinterfragen: muss ich wirklich nach dem Abi Medizin
studieren, weil das ein super Beruf ist und man dann ausgesorgt hat?
Nö! Vielleicht bist Du viel zufriedener mit was ganz anderem.

Freiheit und Vertrauen

Das Gefühl von Freiheit entsteht auch da, wo ich mehrere Optionen habe und nicht nur
einen Weg sehe.
Dazu gehört, den Mut zu haben zu sich selbst. Das bedeutet herauszufinden, wer man
wirklich ist, was man kann und was zu einem passt, ja, was einen wirklich glücklich macht.
Das können ganz andere Sachen sein als so allgemein angenommen wird.

Es gibt eine gesunde Form von Egoismus, wo man das tut, was man kann, was einem
Freude macht und dann bereit ist, das anderen Menschen zur Verfügung zu stellen. In
dieser Form ist es wünschenswert, dass alle Menschen ihre Einzigartigkeit leben, weil das
unser aller Leben bereichert.

Hier ist oft ein Hindernis, dass man sich das auch erlauben darf. Für mich persönlich ist das
ein enorm wichtiger Punkt.
Und man darf jede legale Nische nutzen, um das umzusetzen, was man für sinnvoll erachtet
und Neues zu schaffen.

Freiheit und Liebe


Besonders stark ist das Gefühl von Freiheit, wenn man etwas erschaffen kann, was für mich
und sogar für meine Umwelt einen Wert hat.
Es stimmt dann das Äußere mit dem Inneren überein.
Am Ende möchte ich noch darauf verweisen, dass Freiheit auch damit verbunden ist, sich
selbst als geistiges individuelles Wesen zu erfassen.
Das zu Leben ist ein kreativer Prozess, wo alles sich ständig wandelt, deshalb ist Kunst sehr
wichtig.

Hier sind häufige Hindernisse: fehlender Mut, Bequemlichkeit und Ablenkungen.

Wer dran bleibt, auch mit allen Umwegen oder Irrwegen, seinen Weg zu gehen, der ist am
Ende dankbar für alles, was er erfahren durfte.
Am Ende durchdringt sich vieles.
Das Gefühl von Freiheit, Glück und Liebe.

Dir, liebe/r Leser/in wünsche ich einen wunderbaren Weg zu Dir selbst und ein Leben in
Frieden, Freiheit und voller Liebe.
Deine Cordula

Urheberin dieses Textes:
Cordula Steffen, Ulm
Infos und Kontakt über:

www.samadhi-oase.net
www.beratung-in-bewegung.net
Veröffentlichung nur mit Zustimmung

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