Holger – ein „freier“ Unternehmer

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Unternehmer mit Herz & Seele

Holger – Seelenmensch

Ich heiße Holger und habe am Tag des Mauerfalls Geburtstag, damals war ich 13 Jahre alt 😉 Ich habe eine wundervolle Familie mit zwei Kindern. Die Große ist mittlerweile 22 und studiert Psychologie was mich darauf hoffen lässt, dass sie mir eines Tages erklären kann, warum Menschen Dinge tun die sie tun.

Der „Kleine“ ist 15 Jahre alt und geht auf das örtliche Gymnasium wo er auch mal Diskussionen darüber führt, dass es nur zwei Geschlechter gibt und nicht wahlweise 8 – 10 – guter Junge. Meine Frau Tanja ist die wundervollste Mutter, Partnerin, Freundin und selbstständige Geschäftsfrau die es gibt.

Das Team rundet unsere Rhodesian Ridgeback Hündin Zazu ab (ja, so heißt auch der Vogel beim König der Löwen und manchmal glaubt sie auch sie könne fliegen) sowie Doggenrüde Walter der mit seinen 80KG ein Filigrantechniker ist. Ich habe mal eine kaufmännische Ausbildung gemacht und etwas BWL-mäßiges studiert, somit kann ich alles und irgendwie doch wiederrum gar nichts.

Aufgewachsen bin ich am linken Niederrhein nahe der niederländischen Grenze wo ich irgendwann verschwunden bin. Meine Reise brachte mich danach häufig nach Skandinavien, die meiste Zeit war ich in Kopenhagen. Am Ende bin ich dann irgendwie in Essen gestrandet und habe tolle Menschen kennengelernt.

Ich bin Geschäftsführer einer Lichtplanungsgesellschaft namens Planergruppe Licht www.planergruppe-licht.de sowie Mitgesellschafter und Prokurist in einem Handwerksbetrieb der smarthome-Lösungen plant und baut. www.ecopower-smarthome.de

Was bedeutet für Dich Freiheitsleben?

Freiheitsleben bedeutet für mich das, was ich momentan aus meiner eigenen Sicht leider nicht ausreichend lebe, auch dies ist eine wichtige Erkenntnis um im Leben einen dankbaren Weg zu finden, der langfristig glücklich macht.

Ein Leben in Freiheit bedeutet für mich Unabhängigkeit sowie befreit zu sein von Restriktionen und Regeln, die eine Unterwerfung zur Folge haben. Jeder Mensch, jedes Lebewesen wird als freies Individuum geboren und sollte dies auch bis zum Ende seines Erdendaseins bleiben. „Freiheitsleben“ bedeutet für mich eine Verbindung zur Natur zu spüren und Atemzüge machen zu können, die tiefer sein können als es Deine Lungenkapazität hergeben würde.

Freiheit bedeutet für mich eine gewisse Form von Unangepasstheit und Unkonformität. Herrschaftsstrukturen versuchen eine Form der Gleichheit zu erzeugen, dies geschieht heute nach einem sozialistischem Endzeitprinzip. Diese Form der Gleichheit hat niemals funktioniert und aus meiner Sicht schränkt sie auch unmittelbar die individuelle Freiheit ein.

Walter – der 80 kg Filigrantechniker 😉

Ich habe viele Jahre semiprofessionell Triathlon gemacht und hunderte Wettkämpfe bestritten, davon viele Triathlon Langdistanzen. Dies erwähne ich weil mich dieser Sport, die Fokussierung, die Bereitschaft dem alles unterzuordnen, zu dem gemacht hat der ich bin und dies auf demütigste Art und Weise. Selbst meine schreckliche Ungeduld wurde gebrochen weil es nur mit Ruhe und Beharrlichkeit gut wurde. Ich war einfach frei und habe gelernt niemals aufzugeben weil es schlicht keine Lösung ist.

Ich mache es für mich und nicht für andere

Eine Anekdote hierzu ist die, dass ich drei Jahre lang versucht hatte, mich für die WM zu qualifizieren und von der Körperlichkeit hätte dies eigentlich klappen sollen. Dumm nur, dass ich jedes mal verkackt habe und dies grandios. Das war nicht besonders schön für den Kopf, jedoch ebenso wertvolle Erfahrungen. Wie habe ich das gelöst? Ich habe mir die Frage gestellt warum ich diesen Wahnsinn überhaupt mache!

Nach reiflicher Überlegung wurde mir klar, dass ich das nicht für andere mache um mich von denen feiern zu lassen sondern ganz alleine für mich weil ich gerne Schwimme, Rad fahre, Laufe und dies auch noch tun möchte, wenn ich 80 bin, am liebsten mit meinen Kumpels zusammen. Nachdem mir dies klar wurde und ich extrinsische Motivation gegen intrinsische getauscht habe konnte ich 2013 beim Ironman Lanzarote eine Topplatzierung erlaufen und die Langdistanz in Berlin gewinnen. Dies lächelnd, strahlend und weinend vor Glück.

Warum ich das erwähnenswert finde?! Na, weil ich einfach frei war und mich vor allen Dingen befreien konnte von Zwängen und Erwartungen.

Der Weg, im Kopf frei zu werden

Mein Weg zur Freiheit hatte jederzeit mit meinem Bewusstsein zu tun. Der Schlüssel ist die faire, ehrliche und reflektierte Auseinandersetzung mit einem selbst und der Schlüssel ist der daraus resultierende Erkenntnisgewinn mit anschließendem Willen zur Umsetzung.

Ich habe ständig und immer wieder gespürt, dass ich mit einer herrschaftlichen Führung nicht umgehen kann bzw. will. Hier habe ich z.B. durchaus Dinge in Frage gestellt, die mit Kraft meiner Erziehung und Sozialisierung durch meine Eltern als „Gott gegeben“ vorgelebt wurden.

Mit fortschreitendem Alter habe ich mir zu vielen Dingen ein eigenes Bild gemacht und teilweise konträre Meinungen entwickelt, ich wollte frei sein. Ich bin aus einer Partei ausgetreten weil ich gemerkt habe, dass es nicht um die Wahrheit und das Interesse der Menschen geht sondern um Interessen, Geld und Macht, also nichts wie weg da.

Ich wollte frei sein und nicht die Meinung anderer Meinungsführer nachbeten. Ich habe top bezahlte Arbeitsverhältnisse gekündigt weil im Mittelpunkt des Handelns nicht mehr der Kunde stand sondern Investoreninteressen Vorrang hatten, ich wollte einfach frei sein! Ich darf sagen, dass es Mut erfordert dem Ruf der Freiheit zu folgen aber ich behaupte sagen zu können, dass es sich jedes mal gelohnt hat diesem zu folgen!

Irgendwie ist daraus mein Projekt Friedensrebellion entstanden welchem ein freiheitliches, wahrhaftiges und humanistisches Weltbild zu Grunde liegt. www.friedensrebellion.de

Freiheit vs. Verantwortung – Beides ist kombinierbar

Die fliegende Zazu

Momentan leben wir in Deutschland NRW in einem Häuschen mit Garten und netten Nachbarn was ein wenig spießig klingt ohne, dass wir es sind – so hoffen wir jedenfalls. Sowohl meine Frau als auch ich sind beide selbstständig und genau diese erarbeitete, vermeintliche „Freiheit“ bringt für uns beide andere, limitierende Faktoren mit sich die unsere Freiheit nun schon wieder, jedoch auf eine andere Art und Weise, einschränken.

Wir hängen im System und dem damit verbundenen Hamsterrad fest und bei erneuter Betrachtung bezogen auf die Freiheit stellen wir fest, dass wir nach wie vor abhängig sind weil wir uns dem „System“ zu großen Teilen unterworfen haben.

Dieses mal wird unser Bestreben ein freiheitliches Leben zu führen von unserem Verantwortungsbewusstsein anderen Menschen gegenüber unterminiert. Dies ist z.B. eine alte Mama der wir uns verpflichtet fühlen. Ebenso haben wir in unseren Firmen Mitarbeiter die wiederrum wundervolle Familien haben für die wir uns mit verantwortlich fühlen.

Aus diesem Grund arbeiten wir aktuell an Lösungen, die uns weiter in Richtung Freiheitsleben kommen lassen was jedoch Zeit benötigt. Somit versuchen wir berufliche Strukturen aufzubauen damit die Dinge für unsere Angestellten weiterlaufen können auch wenn wir uns immer weiter rausziehen.

Die Reise ans Ziel

Anderen Menschen Tipps zu geben ist in vielen Fällen anmaßend weshalb ich mich damit eher schwer tue. Die Frage ob ich rückblickend etwas anders machen würde kann ich getrost damit beantworten, dass mich jede Erfahrung, jeder einzelne Fehler, zu dem Menschen hat werden lassen der ich bin.

Da das Leben eine Reise ist und nachvollziehbarer Weise aus Höhen und Tiefen sowie Fehlern aber auch richtigen, guten Entscheidungen besteht verstehe ich vermutlich genau diese Reise als Ziel. Bei einigen Dingen in meinem Leben ärgert mich manchmal lediglich, dass ich sie nicht früher gemacht habe weshalb ich dringend dazu rate, nicht nur zu denken oder zu träumen sondern einfach mal zu machen!

Tun und Handeln zum Glücklichsein

Jemand sagte mal: „Wir sind die Sklaven von dem, was uns nicht glücklich macht“, irgendwie könnte da was dran sein. Die Kernfrage ist somit, was macht uns glücklich und sind wir uns dessen überhaupt bewusst?! Darauf eine Antwort zu finden wäre der Schlüssel, dies setzt eine kritische und ehrliche Auseinandersetzung mit sich selbst voraus. Ja, im Großen und Ganzen bin ich sehr glücklich weil wir alle hier gesund sind und Werte hochhalten, die wir als liebens- und lebenswert erachten.

Die jetzige Situation bereitet mir Bauchschmerzen da die Aktionen der wahnsinnig erscheinenden Politiker meinem Beschützerinstinkt zuwiderlaufen. Generell gilt jedoch auch hier, dass jeder Mensch für sein eigenes Tun und Handeln verantwortlich ist und genau deswegen arbeiten wir an Lösungen, die wir selbst bestimmen können und sie in der Hand haben – ein wunderbares Gefühl.

Für ein glückliches Leben ist man in den allermeisten Fällen selbst verantwortlich also macht´s Euch schön und genießt das Leben – jeden Tag – in vollen Zügen!

Holger

Glück Auf

Holger

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